Zum 22. Mal lhaben wir in diesem Jahr den Young Women in Leadership Award (YWLA) ausgelobt. Bei diesem Wettbewerb werden 16-19-jährige Schülerinnen von Gymnasien, Gesamt- und Berufsschulen des Kreises Paderborn ausgezeichnet, die sich im besonderen Maße sowohl im schulischen als auch im privaten Umfeld ehrenamtlich engagieren. 18 junge Frauen von sieben verschiedenen Schulen haben sich um den Preis beworben. Das ist bisheriger Teilnahmerekord. Das Preisgeld beträgt insgesamt 1200 Euro. Die erste Preisträgerin nimmt außerdem an weiteren internationalen Wettbewerben teil.
Im Deelenhaus in Paderborn haben unsere Präsidentin Angelika Ahlf und Paderborns stellvertretender Bürgermeister zunächst die rund 60 Gäste begrüßt, bevor Angelika Schomberg in ihrer Laudatio betonte, wie wichtig es uns ist, „mit diesem Award ein Zeichen zu setzen und mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass es unter uns junge Frauen gibt, die wesentlich mehr tun als ihre Pflicht.“ Gerade in diesen unruhigen Zeiten könne ehrenamtliches Engagement nicht hoch genug geschätzt werden. Bereichert wurde die Preisverleihung durch einen inspirierenden Vortrag von Catharina Blome, Managerin für Gründung und Wachstum bei der Wirtschaftsförderung Paderborn und Referentin der Geschäftsführung im TechnologiePark Paderborn, zum Thema: „Wenn Haltung den Weg weist“.
Erster Preis für Paula Kerstin vom Pelizaeus Gymnasium (500 Euro)
Die 17-jährige Paula besucht im Pelizaeus-Gymnasium die Qualifikationsstufe (Q1). Bereits seit mehreren Jahren engagiert sie sich in verschiedenen Arbeitsgruppen an ihrer Schule und ist aktuell im Abikomitee aktiv. Sie singt im Schulchor, gibt Mathenachhilfe und hat mehrfach erfolgreich am demokratiefördernden Wettbewerb „Jugend debattiert“ teilgenommen. Mit großer Leidenschaft engagiert sie sich in der Arbeitsgemeinschaft „Pele-Green-Teens“, die sich für Umweltschutz und Umweltbewusstsein am Gymnasium einsetzt.
In diesem Rahmen wurden parallel zur Weltklimakonferenz zweimal „Schüler -Zukunftskonferenzen“ geplant und durchgeführt. Paula übernahmen bei beiden Konferenzen die Moderation und führte Gespräche mit internationalen Expertinnen und Experten, digital und vor Ort. Gemeinsam mit einer Mitschülerin erarbeitete sie die Interviewfragen eigenständig. Für die erste Konferenz wurde ihre Gruppe mit einem Nachhaltigkeitspreis der Stadt Paderborn ausgezeichnet. Im letzten Sommer moderierte sie zudem eine Podiumsdiskussion der Parents for Future zur Kommunalwahl.
Der Fokus ihres außerschulischen Engagements liegt auf ihrer Arbeit als Sprecherin der Grünen Jugend Paderborn und als Beisitzerin im Kreisvorstand der Grünen. Hier ist sie für Treffen und Aktionen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie tritt mit politischen Videos auf SocialMedia auf und hält Redebeiträge bei Veranstaltungen und Demonstrationen.
Nach dem Abitur im nächsten Jahr plant Paula ein Freiwilliges ökologisches Jahr oder ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer KZ-Gedenkstätte. Danach möchte sie Umweltrecht oder Umweltwissenschaften oder auch Geschichtswissenschaften studieren. Ihr politisches Engagement wird sie auf jeden Fall weiter fortsetzen.

Zweiter Preis für Esther Rojahn vom Reismann Gymnasium (300 Euro)
Esther (17 Jahre) besucht die Einführungsphase am Reismann Gymnasium. Neben Klassensprecherinnen- und Nachhilfetätigkeiten im Rahmen von „Schüler helfen Schülern“ hat siesich seit der Mittelstufe insbesondere im Bereich der Digitalisierung hervorgetan. Als Gründungsmitglied der Medienscouts hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dieses Konzept von Anfang an mit zu entwickeln und nachhaltig zu prägen. Ihre Ideen und Impulse waren und sind von zentraler Bedeutung für die Ausrichtung der Medienscouts – sowohl im präventiven Kampf gegen Cybermobbing als auch in der unterstützenden Arbeit mit jüngeren Schülerinnen und Schülern im Umgang mit digitalen Medien. Ihre außergewöhnliche Leistungsbereitschaft und ihren Ehrgeiz zeigte sie ebenfalls in ihrer Teilnahme am Programm „Studieren vor dem Abi“. So besuchte sie ein Jahr lang neben der Schule Vorlesungen und Seminare an der Universität Paderborn.
In ihrer Freizeit ist sie in ihrer evangelischen Kirchengemeinde Schloß Neuhaus als Teamerin für die Konfirmandenarbeit anzutreffen. Dort hat sie unter anderem ein Weihnachtskrippenspielfilm mit Theaterstück geschrieben und umgesetzt. Ihre sportlichen Interessen bringt sie als Sporthelferin und Tanzlehrerassistentin in Tanzgruppen ein.
Da sie Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen weiter unterstützen möchte, liegt ihr der Beruf der Pastorin in einer evangelischen Gemeinde am nächsten. In dieser Position strebt sie an, Menschen nicht nur in ihrem Glauben zu bestärken, sondern auch das stereotype Bild eines männlichen Pastors zu durchbrechen.
Ein dritter Preis für Marie Brors vom Gymnasium Theodorianum (200 Euro)
Im Theodorianum besucht die 18-jährige Marie die Qualifikationsphase Q1.
Ihr schulisches Engagement ist sehr beeindruckend. Marie engagiert sich seit vielen Jahren in der Schülervertretung und ist bereits im dritten Jahr in Folge gewählte Schülersprecherin der Schule. Zudem ist sie Jahrgangsstufen- und Kurssprecherin und nimmt die Schülervertretung in verschiedenen Fachkonferenzen wahr. Ihre Teamerausbildung und die Jugendleitercard befähigen Marie, Jugendgruppen eigenverantwortlich zu leiten. Seit Beginn ihrer Schulzeit am Theodorianum ist Marie als Streicherin im Orchester aktiv und bereichert heute das Orchester im Register der ersten Geige.
Sie besucht dreimal wöchentlich den Mandarin-Sprachkurs der Standford Online Highschool, der ihr ein vertieftes Verständnis chinesischer Kultur, Denkweisen und akademischer Standards vermittelt. Das Erlernen von insgesamt 6 Sprachen hat ihr interkulturelles Verständnis nachhaltig erweitert.
Außerhalb der Schule widmet Marie ihre verbleibende Freizeit dem Sport. Als Tennisspielerin engagiert sie sich im Turnierbereich, fährt Rennrad und bereitet sich als Läuferin regelmäßig auf die Teilnahme an Langstreckenläufen vor.
Nach dem Abitur verfolgt Marie ein Architekturstudium. Konkret möchte sie an gemeinwohlorientierten Projekten wie sozialem Wohnungsbau, Bildungsbauten oder Umnutzung leerstehender Gebäude mitwirken.
Ein weiterer dritter Preis für Jessica Vlasenko von der Gesamtschule der Stadt Büren (200 Euro)
Jessica (17 Jahre) besucht die Einführungsphase an der Gesamtschule Büren. Als derzeitige Schülersprecherin vertritt sie die Anliegen der Schülerschaft. In Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulleitung tritt sie lösungsorientiert auf und leistet damit einen positiven Beitrag zum Schulklima. Besonders hervorzuheben ist ihr soziales Engagement in verschiedenen Arbeitskreisen, in denen sie fortlaufend Verantwortung übernimmt. So unterstützt sie den Förderverein der Schule und die Schülervertretung zuverlässig und bringt sich dort aktiv mit kreativen Ideen ein. Sie leitet einen Tanzkurs an ihrer Schule, betreut Schüler*innen aus der Ukraine und gibt Nachhilfe.Sie zeigt durch einen respektvollen Umgang, dass sie Werte wie Gleichberechtigung, gegenseitige Wertschätzung und gesellschaftliche Verantwortung glaubwürdig vertritt.
Diese Haltung spiegelt sich auch in ihren außerschulischen Aktivitäten wider. In einer Kirchengemeinde in Büren leitet sie eine Kindergruppe, die sie im letzten Sommer für zwei Wochen auch in einem Camp begleitete. Zudem hat Jessica an einem Missionseinsatz in Tschechien teilgenommen.
Nach ihrem Schulabschluss strebt sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau an. Auch weiterhin wird siesich in ihrer kirchlichen Gemeinschaft in der Betreuung von Kindern und in Missionseinsätzen im Ausland engagieren.










